BZ: “Der Rechtsextremismus in der Region verändert sein Gesicht”

Im Wolfenbütteler Teil der Braunschweiger Zeitung findet sich heute ein Bericht über einen Vortrag der Braunschweiger Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt in St. Thomas:

“Die NPD verliert in der Region weiter an Einfluss. Ursache dafür sind innerparteiliche Querelen: Das sagt Axel Müller*, Mitarbeiter der Braunschweiger Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt. Entwarnung gibt er gleichwohl nicht (…) In Anlehnung an den Bielefelder Forscher Wilhelm Heitmeyer definierte Müller Rechtsextremismus als das Zusammentreffen von Ideologien der Ungleichheit und der Akzeptanz von Gewalt. Springerstiefel und Bomberjacke, so seien Rechtsextremisten früher aufgetreten. Heute sei es ungleich schwieriger, solche Gruppen äußerlich zu identifizieren. Die Symbole seien oft nur Insidern bekannt. Als Beispiel nannte er das Modelabel ‘Max H8’, das konventionelle Ware fertige. In rechtsextremen Kreisen stehe die englische Abkürzung für maximalen Hass. Auch in Stadt und Kreis Wolfenbüttel seien Rechtsextremisten aktiv. Müller hob dabei die Autonomen Nationalisten hervor, die er auf bis zu 15 Personen bezifferte. ‘Hier gibt es keine typische Kameradschaftsstrukturen mehr. Die Leute treffen sich spontan zu Aktionen.’ (…) Die Polizei bestätigt das auf Nachfrage unserer Zeitung. ‘Wir kennen die Autonomen Nationalisten vorwiegend wegen Sachbeschädigungen. Gewaltdelikte sind uns nicht bekannt’, sagt ein Beamter der polizeilichen Staatsschutz-Dienststelle in Salzgitter. (…) Der Experte listete mehrere rechtsextreme Gruppen in der Region auf, darunter die . Diese hätten sich im Umfeld eines Sportvereins getummelt und zuweilen T-Shirts mit der Zahl 88 getragen. Bilder davon kursierten auch im Netz. In der Szene sei damit jeweils der achte Buchstabe im Alphabet gemeint, HH, also: Heil Hitler (…) Laut Müller hat sich die rechte Szene in der Region immer stärker ausdifferenziert. Es gehe heute nicht mehr nur um Politik, sondern auch um Konzerte, Spaß und Partykultur.”

Hier gibt es den ganzen Artikel bei www.wolfenbuetteler-zeitung.de

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