Flaggschiff gekentert: NPD verliert Stimmen bei der Landtagswahl

Nur 0,8% der Stimmen erhielt die am Sonntag bei der und verfehlte damit die Hürde für die staatliche Parteienfinanzierung. Ein weiterer herber Schlag für die in Niedersachsen durch interne Querelen und Austritte gebeutelte Partei. Auch in absoluten Zahlen hat die deutlich an Wählerinnen und Wählern verloren. Wählten bei der letzten Landtagswahl 2008 in Niedersachsen noch 52986 Menschen die waren es am Sonntag nur noch 29444. Die verlor durchgehend in allen Wahlkreisen sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen an Stimmen.Das schlechteste Ergebniss bekam die Partei im Wahlkreis Lingen mit 0,3% und das beste mit 1,7% Erststimmen und 2,0% Zweitstimmen in Helmstedt (Landtagswahl 2008: 3,6%). In der Region zwischen Harz und Heide schnitt die NPD neben dem Wahlkreis Helmstedt (1,7%) in Goslar, Salzgitter und Wolfenbüttel-Süd/Salzgitter mit je 1,3% überdurchschnittlich gut ab. Ergebnisse leicht über dem Durchschnitt erhielt sie noch in Wolfsburg (1,0%). Auch im restlichen niedersächsischen (Vor-)Harz lag sie über dem Durchschnitt (Osterode 1,3%; Northeim 1,2%, Einbeck 1,3%). Eine Ausnahme war hier nur der Wahlkreis Duderstadt mit 0,8%. In Braunschweig erhielt die NPD in beiden Wahlkreisen je 0,8% der Stimmen.

Weitere „Hochburgen“ der NPD liegen in Soltau (1,6%), Buxtehude (1,3%), Walsrode (1,2%) und in Wilhelmshaven Elbe, Sarstedt/Bad Salzdetfurth und Winsen (mit jeweils 1,1%).

Während sich die NPD vor der Wahl trotz des sich bereits abzeichnenden schlechten Ergebnis bis zuletzt Optimismus verordnet hatte, wird das niederschmetternde Ergebnis nun erstaunlich offen kommentiert: „Es gibt an diesem Wahlabend nichts schönzureden. Es zeichnet sich ein für die niedersächsischen Nationaldemokraten enttäuschendes Ergebnis ab … Bitterer könnte es kaum ausfallen“, so . Auch Ricarda Riefling, die trotz ihren Umzugs nach Pirmasens den Wahlkampf in Hildesheim unterstützte gibt sich enttäuscht: „Wenn man bedenkt, dass in Hildesheim noch nie soviele Aktionen stattgefunden haben, wie in den letzten Monaten unter NPD-Fahne, ist es erst recht traurig.“

Kaum waren die Wahlergebnisse da, begann auch schon der innerparteiliche Streit. Patrick Kallweit warf Ex-NPD-Parteichef vor, er habe „durch die Blume“ den „Kurs der seriösen Radikalität“ für die Stimmernverluste in Niedersachsen verantwortlich gemacht. Dabei sei diese in Niedersachsen gar nicht umgesetzt worden. Voigt hatte den Wahlausgang damit kommentiert, dass “ jetzt nicht die Zeit für Experimente“ sei, sondern für die Schaffung einer „Nationalen Front“, die die zersplitterten „Parteien, Gruppen und Organisationen“ vereinen solle. machte eebenfalls den derzeitigen Kurz der Bundes- und Landesführung für den Wahlaussgang verantwortlich. Die „Freien Kräfte“ hätten deshalb anders als bei der Landtagswahl 2008 die NPD nicht unterstützt: „Deshalb auch der Einbruch beim Ergebnis!“. Unter Udo Voigt hätte man dagegen „bestimmt eine Basis“ gefunden. Tatsächlich gab es im Wahlkampf zumindest in einzelnen Regionen durchaus Unterstützung durch „Freie Kräfte“, so z.B. auch im Raum Salzgitter, wo Aktivisten aus dem „“ NPD-Flugblätter an Haushalte verteilten.

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