Erneut Rechtsrockevent in Nienhagen geplant?

26.05.2012, Auftritt von "Les Vilains" bei der "European Skinheadparty" in Nienhagen
26.05.2012: Auftritt von „Les Vilains“ bei der „European Skinheadparty“ in

, Kopf von „Honour & Pride“, plant nach Informationen, die Recherche38 zugespielt wurden, auch in diesem Jahr wieder ein großes Rechtsrockevent. Stattfinden soll dieses am 25. Mai 2013. Auftreten sollen unter anderem die Szene-Veteranen von „“.

Bereits 2011 organisierte Malina und „Honour & Pride“ auf dem Gelände einer ehemaligen Hopfendarre in Nienhagen (Sachsen-Anhalt) das Rechtsrock-Open-Air „Transatlantik-Linie“. Vor rund 1000 Zuschauern spielten dort die Bands „White Resistance“ (Sachsen), „Sturmtrupp“ (Bayern), „Nordfront“ (), sowie die US-Bands „Youngland“ und „Legion of St. George“, die dem in der BRD verbotenen Musiknetzwerk „“ zugerechnet werden. 2012 kamen zu einem von „Honour & Pride“ organisierten Open-Air ebenfalls rund 1000 Neonazis nach Nienhagen. Unter dem Motto „European Skinheadparty“ spielten dort  neben „Endstufe“ auch „Faustrecht“, die italienische Band „Legitima Offesa“, „Les Vilains“ (Belgien) und „Brassic“ aus den USA. Beide Rechtsrockevents wurden, anders als sonst meist üblich, öffentlich beworben und bei den Behörden angemeldet. Diese sahen keine Handhabe dagegen einzuschreiten.Zuletzt führte ein konspirativ durchgeführtes Konzert im September 2012 in Nienhagen allerdings zu einem massiven Polizeieinsatz. Unter dem Motto „Free my land Vol. 1“ sollten ursprünglich in Niedersachsen u.a. „Last Riot“ (Sachsen-Anhalt) und „Legion Condor“ (Baden-Württemberg) auftreten. Da das Konzert in Niedersachsen untersagt wurde, wichen die Neonazis nach Nienhagen aus: „Wiederum durchkreuzte die Polizei die braunen Pläne. In Absprache mit dem Veranstalter wurde das Konzert gegen 22.45 Uhr für beendet erklärt. Für die anwesenden 100 Neonazis kein Grund, das Feiern einzustellen. Sie verbarrikadierten sich in der Scheune und leisteten laut Polizei ‚massiven Widerstand‘. Ein Beamter wurde verletzt. Nach Augenzeugenberichten setzte die Sicherheitskräfte Tränengas ein.“ (Endstation Rechts)

Inzwischen regt sich allerdings auch Protest in dem verschlafenen Örtchen, in dem der aus Salzgitter stammende Malina seit einiger Zeit mit seiner Familie wohnt. Wie Endstation Rechts im November berichtete, soll der Vermieter der Hopfendarre dem Bündnis „Nienhagen-Rechtsrockfrei“ versichert haben, er würde nicht mehr an die Neonazis vermieten, wenn sich die Mehrheit des Dorfes gegen die Konzerte ausspreche. Daraufhin hatte „Nienhagen-Rechtsrockfrei“ ein Bürgerbegehren gestartet, bei dem sich 62% der bei Kommunalwahlen wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner beteiligten. 80% davon votierten gegen die Rechtsrockkonzerte: „Nun liegt der Ball beim Vermieter der ‚Alten Hopfendarre‘, er muss zeigen, ob er zu seinem Wort steht“, so Endstation Rechts. Ob das geplante Rechtsrockevent nun erneut in Nienhagen stattfinden soll, oder ob Malina eine entsprechend große Location an einem anderen Ort gefunden hat, ist derzeit noch unbekannt.

>>> Webseite von Nienhagen Rechtsrockfrei

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