Mit Eselsmaske und Rauschebart: NPD wählt neuen Vorsitzenden im Unterbezirk Wolfsburg-Gifhorn

Rene Grahn mit EselsmaskeAuf der des NPD Unterbezirks Wolfsburg-Gifhorn am 17.2.2013 wurde der 20jährige zum Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Er löste damit Lars Sander ab. Grahn war zuvor bereits im Vorstand des NPD Unterbezirks tätig. Unter anderem war Grahn schon als stellvertretender  Schatzmeister für die Finanzen des NPD-Unterbezirks zuständig. Grahn hat trotz seiner jungen Jahren schon ein paar Jahre Erfahrungen in der Neonazi-Szene sammeln können. Seit etwa 2009 trat als Aktivist der – inzwischen aufgelösten und teilweise in die »Aktionsgruppe Wolfsburg« aufgegangenen – “ für Zivilcourage Wolfsburg” in Erscheinung und nahm regelmäßig an Aufmärschen teil. Auch wenn derzeit seine Parteiaktivitäten im Vordergrund stehen, ist Rene Grahn auch weiterhin mit den »Freien Kräften» und den »Aktionsgruppen« der Region eng verbunden.

Neben seiner Mitgliedschaft in der NPD ist er auch bei den »Jungen Nationaldemokraten« (JN), der Jugendorganisation der Partei aktiv. Am letzten Bundeskongress der JN, am 27.10.2012 in Kirchheim, nahm er als Deligierter teil. Zuletzt gehörte Grahn zur Ordnertruppe, die mit dem sogenannten “Flaggschiff”, einem mit NPD-Werbung beklebten LKW, während des niedersächsischen Landtagswahlkampf von Stadt zu Stadt fuhr und dort jeweils eine Kundgebung – meist begleitet von starken Protesten – abhielt.

Im Dezember letzten Jahres zog sich Rene Grahn einen Rauschebart über und schlüpfte in das Kostüm des Weihnachtsmannes und verteilte so Süßigkeiten an Kinder und NPD-Wahlwerbung an ihre Eltern. Eigentlich ist der Weihnachtsmann ja als Sinnbild des “US-Kulturimperialismus” in der rechten Szene verpönt. Schließlich war es Coca Cola die aus dem Nikolaus einen alten Mann im roten Umhang und mit weißem Rauschebart machte und zum Weihnachtsmann umdeklarierten. Doch Verkleidungen scheinen es dem jungen Mann angetan zu haben: Am 2. September 2012 trat Grahn mit einer Eselsmaske bei einem NPD-Stand in Wittingen (Landkreis Gifhorn) auf und trug ein Schild mit der Auschrift: “Ich Esel glaube das der Euro uns nützt.” Das Tragen von Eselsmasken hat eine unrühmliche Tradition in der Neonazi-Szene: Als Vorbild gilt eine Aktion des Hamburger Neonazi Michael Kühnen. Er und eine Gruppe junge Männer zogen 1978 mit Eselsmasken durch Hamburg. Auf umgehängten Schildern war zu lesen: “Ich Esel glaube immer noch, dass in deutschen KZ Juden vergast wurden”. Statt offener Holocaust-Leugnung geht es der NPD mit ihrer Eselmasken-Aktion vordergründig um die Ablehnung des  Euro. Doch die eigenen Anhänger wissen sehr wohl, welche Tradition hinter den Eselsmasken stecken.

[Anmerkung der Redaktion: Am 28.2. wurde von Rene Grahn folgende Aufforderung als Kommentar unter diesem Artkel veröffentlicht: “Guten Tag, der von ihnen geschriebener Artikel entspricht nicht der Wahrheit. Camillo Gxxxxxxxx hat die NPD am 30.11.2011 verlassen und distanziert sich ausdrücklich von der politischen Arbeit der NPD. Wenn eine Richtigstellung bzw. Überarbeitung des Artikels nicht bis zum 02.03.2013 erfolgt (Löschung des Namen Camillo Gxxxxxxxx, aus dem Artikel) wird der NPD-Unterbezirk Gifhorn-Wolfsburg, Strafantrag und zivilrechtliche Schritte gegen sie einleiten …”  Wir haben den Namen des Betroffenen aus dem Artikel rausgenommen, auch wenn seine Tätigkeit als Schatzmeister des NPD Unterbezirks Wolfsburg-Gifhorn belegbar ist und damit durchaus der Wahrheit entspricht. Wir möchten aber jemanden, der den NPD den Rücken gekehrt hat und sich von ihr politisch diszanziert – auch wenn wir dies derzeit noch nicht verifizieren können – nicht noch im Nachhinein mögliche Probleme bereiten.]

1 Kommentar

  1. Guten Tag,
    der von ihnen geschriebener Artikel entspricht nicht der Wahrheit. Camillo Geiseler hat die NPD am 30.11.2011 verlassen und distanziert sich ausdrücklich von der politischen Arbeit der NPD. Wenn eine Richtigstellung bzw. Überarbeitung des Artikels nicht bis zum 02.03.2013 erfolgt (Löschung des Namen Camillo Geiseler, aus dem Artikel) wird der NPD-Unterbezirk Gifhorn-Wolfsburg, Strafantrag und zivilrechtliche Schritte gegen sie einleiten ( Hintermänner von Recherche38 sind uns namendlich bekannt).

    Mit freundlichen Grüßen
    Rene Grahn
    Unterbezirksvorsitzender

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