Dortmund: Brauner Aufmarsch mit Beteiligung aus der Region

Christian worch, René Grahn und Michele Barkofsky am 1.5.2013 in Dortmund. Foto: http://i.imgur.com/8RrstZ4.jpg
Christian Worch, René Grahn und Michele Barkofsky am 1.5.2013 in Dortmund. Foto: Linkes Fotoalbum

Am 1. Mai beteiligten sich Neonazis aus der Region am Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ in Dortmund. Die Neonazis aus dem „Aktionsbündnis 38“ warben mit einem Transparent für den „Tag der deutschen Zukunft“ am 1. Juni in Wolfsburg. Dahinter liefen altbekannte Aktivisten, wie Tatjana und , und Johannes Welge. Ein Stück hinter dem Transparent der „Kameradschaft Northeim“ lief außerdem Mike Körner, von der kürzlich aufgelösten „Burschenschaft Thormania“, zusammen mit drei Aktivisten der „Thormania“ bzw. der „Aktionsgruppe Gifhorn“.

Michele Barkofsky von der „ für Zivilcourage“ betätigte sich als „Anti-Antifa“-Fotograf und knipste eifrig Journalisten und GegendemonstrantInnen. Die Bilder veröffentlichte er inzwischen über den Flickr-Account der „BFZ-Wolfsburg“. Zunehmend geraten Journalisten ins Fadenkreuz der Neonazis: „Sie werden angegriffen, bespuckt, verhöhnt – Reporter, Fotografen, Kameraleute, die über Neonazis berichten. Das ist Alltag bei Demonstrationen, immer häufiger aber auch bei Neonazi-Prozessen. Journalisten werden angegriffen oder subtil bedroht – Ziel dieser Strategie: Berichterstattung zu erschweren oder unmöglich zu machen“, so Report München in einem kürzlich erschienenen Beitrag.

Obwohl die NPD den Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ in Dortmund ausdrücklich als „Konkurrenzveranstaltung“ zu ihren angemeldeten Aufmärschen in Berlin und Frankfurt bezeichnet hatte und für den stellvertretenden Landesvorsitzende der NPD in Thüringen, Thorsten Heise, ein Redeverbot für Dortmund erteilte, beteiligten sich einzelne NPD-Funktionsträger – darunter auch René Grahn, Vorsitzender des Unterbezirks Wolfsburg-Gifhorn der NPD, an dem Aufmarsch.

Ganz offen wurden auf der Demonstration neonazistische Parolen skandiert, wie der blick nach rechts berichtet:

Taktische Zurückhaltung ist auch nicht die Sache jener Neonazis, die die Spitze des Demonstrationszuges bilden. ‘Wir putzen unsre Stiefel mit dem Blut der Antifa’, brüllen sie, ‘Deutschland den Deutschen – Ausländer raus’, ‘Für die Rasse in den Tod’ und ‘Arbeit, Freiheit, Recht und Brot – Nationaler Sozialismus bis zum Tod’. ‘Die Rechte’-Parteichef Christian Worch schreitet dagegen nicht erkennbar ein, achtet lediglich darauf, dass der unter schwarz-weiß-roten Fahnen laufende braune Tross nicht von seiner Route abweicht, um Gegendemonstranten anzugreifen. Das militante Potenzial ist vorhanden: Beinahe bruchlos hat ‘Die Rechte’ in der Ruhrgebietsstadt die Nachfolge der verbotenen Neonazi-Organisation ‘Nationaler Widerstand Dortmund’ angetreten.

Fotos gibt es u.a. hier: Linkes Fotoalbum und hier linksunten.indymedia

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