Rechtes “Oi-Konzert” wird nach Niedersachsen verlegt

AbtrimoFür den kommenden Samstag, den 20.7.2013 ist ein als “Oi! Konzert” beworbener Auftritt der Bands »Abtrimo«, »Rampage« und »Likedeelers« in Mellin im Altmarkkreis von Sachsen-Anhalt angekündigt. Aufgrund von zahlreichen Auflagen, die die Behörden den Veranstaltern auferlegt haben, soll das Konzert nun jedoch nicht in Sachsen-Anhalt, sondern in Niedersachsen stattfinden. Der genaue Ort soll allerdings erst am Samstagnachmittag bekannt gegeben werden. Über die auftretenden Bands, die sich zwischen der rechtsoffenen Grauzone und der Rechtsrockszene bewegen, schreibt der Blick nach Rechts:

Angekündigt werden für den 20. Juli aus Hamburg ‘Abtrimo’ und ‘Likedeelers’, zudem wird die fünfköpfige Band ‘Rampage’, die sich aus Musikern aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zusammensetzt, beworben. Letztere haben in einem Interview einmal die Neonazi-Bands ‘Skrewdriver’ und ‘Endstufe’ (Bremen) als ihre Vorbilder bezeichnet. Mit den Bremern bestritt die Band zudem 2008 bereits einen gemeinsamen Auftritt. Bei Rampage spielen Mitglieder der früheren Rechtsrock-Band ‘Brachial’. Der Vertrieb der jüngsten Rampage-CD läuft über den Online-Versand von Bertino Adler aus Diekholzen (Landkreis Hildesheim), der im aktuellen Verfassungsschutzbericht Niedersachsens aufgeführt ist.

Der Hamburger Verfassungsschutz erwähnt »Abtrimo« und die »Likedeelers« in seinem aktuellen Bericht, wie der Blick nach Rechts schreibt. »Abtrimo« traten am 25.5.2013 beim internationalen Rechtrockevent “This one`s for the Skinheads again” in Nienhagen (Sachsen-Anhalt) auf, das von »Honour & Pride« organisiert wurde. Am 13.10.2012 löste die Polizei kurz nach Beginn ein Konzert der Band im Braunschweiger Stadtteil Dibbesdorf auf, das dann allerdings an einem anderen Ort fortgesetzt wurde. Die Band wird vom “Skinhead Service” von Jan Greve aus Elbe (Landkreis Wolfenbüttel) vertrieben, dessen Versand im aktuellen niedersächsischen Verfassungsschutzbericht aufgeführt wird. Jan Greve steht in engen Kontakt zur »Aktionsgruppe 38« und nahm im letzten Jahr zusammen mit deren Aktivisten am alljährlichen “Trauermarsch” von Neonazis in Bad Nenndorf teil. Zu vermuten ist, das Jan Greve auch bei der Organisation dieses Konzertes seine Finger mit ihm Spiel hat.

  • Lesetip: In der aktuellen Ausgabe des Rechten Rand (142/2013) gibt es einen Artikel über Jan Greve, seinen »Skinhead Service« und seine Aktivitäten in der Grau- und Braunzone

 

 

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