Volkstrauertag: Offizielles Gedenken mit Neonazis

Neonazis am Volkstrauertag
Zwei Neonazis, darunter der Kreisvorsitzende der Partei »Die Rechte«, bei der offziellen Gedenkveranstaltung der Stadt Braunschweig. Foto: Facebook-Seite der Partei »Die Rechte«

+++ Braunschweig +++ Die neonazistische Partei »Die Rechte« berichtet auf ihre Facebook-Seite über ihre Teilnahme an der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt Braunschweig zum . Offensichtlich legte demnach eine Gruppe Neonazis, darunter auch der Kreisvorsitzende der Partei, , am Ehrenmal für die Toten des Krieges, der Gewaltherrschaft und der Vertreibung auf dem Hauptfriedhof einen Kranz für die „deutschen Kriegsopfer“ nieder. Nach eigenen Angaben seien die Neonazis „vom Veranstaltungsleiter, sowie hochrangigen Vertretern der Stadt, der Bundeswehr und einigen Burschenschaften freundlich und respektvoll begrüsst“ worden. Ausdrücklich bedankten sich die Neonazis per Facebook dann auch „bei dem Veranstaltungsleiter, der Presse und allen anwesenden Teilnehmern“ dafür, dass sie „ohne Vorurteile und Repressionen vor Ort sein durften“. An der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt nahmen auch Vertreter der Ratsfraktionen der SPD und CDU, sowie des »Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge« teil.

Im letzten Jahr versuchten die Neonazis zum Volkstrauertag auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof einen Fackelmarsch mit Kranzniederlegung durchzuführen. Dies wurde allerdings durch die Polizei verhindert. Daraufhin wichen die Neonazis nach Wendhausen im Landkreis Helmstedt aus, wo sie ihre „Heldenverhehrung“ am Grab eines Panzergenerals der Wehrmacht durchführten.

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