Salzgitter: Polizei beendete Neonazi-Geburtstag mit „Live-Musik“ – Neonazis setzten Feier an einem anderen Ort fort

twitter-Meldung der "Aktionsgruppe Gifhorn"
Bild vom Auftritt des Liedermachers „“:    twitter-Meldung der „Aktionsgruppe Gifhorn“

Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, soll eine Hundertschaft der Polizei am Samstagabend eine Geburtstagsfeier mit 50 Gästen in Salzgitter-Lebenstedt beendet haben. Der Vermieter des Saales sei kurz vor Beginn der Feier vom Mietvertrag zurückgetreten, die Gäste hätten das Lokal allerdings nur zögernd verlassen: „Die Polizisten vor Ort baten eine Einsatzhundertschaft, die sich auf der Rückfahrt vom Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach befand, um Unterstützung. Die Hundertschaft stellte sich auf der Neißestraße auf. Nach mehreren Gesprächen zwischen der Einsatzleitung der Polizei mit dem Mieter und den Gästen verließen die restlichen Gäste den Ort bis 21 Uhr.

Was dem Polizeibericht und dem Pressebericht nicht zu entnehmen war: bei der „Geburtstagsfeier“ handelte es sich um eine Party von Neonazis mit Live-Musik. Bei der geplanten Feier in einer Lokalität in der Neißestrasse, zu der auch Neonazis aus anderen Bundesländern angereist waren, sollte aus Itzehoe (Schleswig-Holstein), alias » Raunijar«, auftreten. Beim „Geburtstagskind“ soll es sich um gehandelt haben, der seinen 40. Geburtstag feierte. Der Neonazi wohnt seit einiger Zeit in Salzgitter-Bad und stammt ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen. Er war trat dort unter anderem als Mitglied der „Saalschutz-Truppe“ der Neonaziband »« in Erscheinung. Nach einer twitter-Meldung der »Aktionsgruppe Gifhorn« habe das Konzert „Trotz Verbot“ wie geplant stattgefunden. Laut einem Eintrag von Lars Hildebrandt auf seiner „Facebook-Fanpage“ fand die Geburtstagsfeier schließlich „bei Live-Musik und Lagerfeuer“ in einer  „privaten Laube“ – vermutlich im angrenzenden Landkreis Hildesheim – statt.