Rechte Ordner beim Goslarer SC

"Upper Class Goslar"
Support mit antirassistischer Haltung: Die - »«. Foto: https://www.facebook.com/OsterfeldstadionGoslar
Die Ultragruppe »Upper Class « berichtet über Ordnerpersonal aus der rechten Szene bei Spielen des Goslarer Fußballvereins GSC:

„Bei den ver­gan­ge­nen Spie­len un­se­res Gos­la­rer SC am hei­mi­schen Os­ter­feld­sta­di­on fan­den sich unter dem an­we­sen­den Ord­nungs­per­so­nal be­dau­er­li­cher­wei­se meh­re­re Per­so­nen aus der lo­ka­len Neo­na­zi-​Sze­ne. Jene Per­so­nen ma­chen aus ihrer na­tio­na­lis­ti­schen Ge­sin­nung kei­nen Hehl, posen im In­ter­net unter an­de­rem mit Reichs­kriegs­flag­gen, liken bei Face­book rechts­ra­di­ka­le Bands und Lie­der­ma­cher wie „Faust­recht“, „An­nett Mül­ler“, „Micha­el Re­ge­ner“ sowie ein­schlä­gi­ge rech­te On­line­shops. Auch im Sta­di­on selbst stel­len sie ihre men­schen­ver­ach­ten­de Ideo­lo­gie in Form von „Good Night Left Side“ Pul­lis sowie Kla­mot­ten der rech­ten Mo­de­mar­ke „Thor Stei­nar“ offen zur Schau, wie zu­letzt beim Spiel gegen die Ama­teu­re des HSV.

Nach eben jenem Spiel hiel­ten sich be­sag­te Per­so­nen nach Ab­pfiff noch ei­ni­ge Zeit am und im Ver­eins­heim am Os­ter­feld auf, wo sie von cou­ra­gier­ten GSC-​Fans auf­ge­for­dert wur­den, das Ge­län­de zu ver­las­sen oder die ge­nann­ten Sze­ne­kla­mot­ten aus­zu­zie­hen. Dar­auf­hin wur­den ei­ni­ge un­se­rer Grup­pen­mit­glie­der se­xis­tisch be­lei­digt und ihnen Schlä­ge an­ge­droht. Kurze Zeit spä­ter ver­lie­ßen die Ord­ner_in­nen das Ver­eins­heim.
Da sol­che Zu­stän­de für uns un­halt­bar sind und ein sol­ches Auf­tre­ten des Ord­nungs­per­so­nals den ge­sam­ten Ver­ein in ein schlech­tes Licht rückt, such­ten wir nach die­sem Vor­fall um­ge­hend das Ge­spräch mit den Ver­ein­s­of­fi­zi­el­len, wel­che uns zu­si­cher­ten, dass sie sich um die An­ge­le­gen­heit küm­mern wür­den.
Beim dar­auf fol­gen­den Heim­spiel wur­den jene Per­so­nen wie­der als Ord­ner_in­nen ein­ge­setzt, wor­auf wir beim Spiel in St. Pauli mit einem Spruch­band re­agier­ten, wel­ches uns ge­gen­über spä­ter von einem Ver­ein­s­of­fi­zi­el­len mit dem Spruch „Wir sind doch alle Fa­schis­ten“ kom­men­tiert wurde. Er­neut such­ten wir das Ge­spräch mit dem Ver­ein, be­ka­men al­ler­dings le­dig­lich zu hören, dass es sich bei den be­sag­ten Ord­ner_in­nen ja gar nicht um Rech­te han­deln würde.
Da wir uns in die­ser ge­sam­ten Si­tua­ti­on sei­tens des Ver­eins nicht ernst ge­nom­men fühl­ten, be­schlos­sen wir beim Heim­spiel gegen den SV Mep­pen durch einen Stim­mungs­boy­kott und ein ent­spre­chen­des Spruch­band am Zaun auf die Pro­ble­ma­tik auf­merk­sam zu ma­chen.
Be­reits beim Auf­hän­gen des Spruch­bands kam eine der ge­nann­ten Ord­ner_in­nen wut­ent­brannt auf uns zu und for­der­te das so­for­ti­ge Ent­fer­nen des Spruch­ban­des. Die­ser Auf­for­de­rung kamen wir al­ler­dings nicht nach, da wir es für unser le­gi­ti­mes Recht hal­ten, akute Miss­stän­de im Ver­ein pu­blik zu ma­chen. Dar­auf hin kamen fünf wei­te­re Ord­ner_in­nen um das Spruch­band zu ent­fer­nen. Als wir ver­such­ten das Ge­spräch zu su­chen und nach einer Be­grün­dung zu fra­gen, wur­den wir so­fort be­drängt und ge­schubst. Unter der An­dro­hung von Sta­di­on­ver­bo­ten, sowie Be­lei­di­gun­gen, wurde die Ta­pe­te her­un­ter­ge­ris­sen und in den nächs­ten Müll­ei­mer ver­frach­tet. Hier­bei fiel unter an­de­rem der Satz: „So ´nen po­li­ti­scher Mist kommt run­ter. Sowas zeigt ja wie krank ihr im Kopf seid“.
Nach die­sem Vor­fall ver­lies­sen wir den Block F und ver­folg­ten das Spiel noch bis zur Halb­zeit aus Block B und ver­lie­ßen schließ­lich ganz das Sta­di­on.

Wir for­dern die Ver­ant­wort­li­chen des Ver­eins noch­mals ein­dring­lich auf, end­lich zur ge­nann­ten Ord­ner-​Pro­ble­ma­tik Stel­lung zu be­zie­hen und die nö­ti­gen Kon­se­quen­zen zu zie­hen, an­statt uns in un­se­rem an­ti­ras­sis­ti­schen En­ga­ge­ment zu be­hin­dern und die Vor­fäl­le her­un­ter zu spie­len.
Neo-​Na­zis und rechts­ra­di­ka­les Ge­dan­ken­gut haben weder beim Ord­nungs­dienst, noch im Ver­ein, der Mann­schaft, der Fan­sze­ne oder sonst wo im Fuß­ball etwas ver­lo­ren!

Love Null Acht – Hate Fa­scism.
Up­per­class Gos­lar,
April 2014″

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