Störversuche beim Ostermarsch

Screenshot "Hallo Niedersachsen" (NDR)
Foto: Screenshot ndr.de

+++ Gifhorn +++ Auch beim diesjähringen des Bündnis “Bunt statt Braun Gifhorn” kam es wieder zu Störversuchen von Neonazis. Mit rund 150 Teilnehmenden war der , der unter dem Motto “Wir wollen nach den Rechten sehen – Gegen Rassismus: auf der Straße, in der Gesellschaft und in den Behörden” stand, größer als im letzten Jahr. Das Bündnis schreibt über den Ablauf:

Um Punkt 12 Uhr ging es los; Sprecher Martin Wrassman begrüßte die Teilnehmer. Der Gifhorner Rapper MC Nuri, der dem ein oder anderen schon aus dem Projekt ‘Strom&Wasser feat. the Refugees’ bekannt sein dürfte, begleitete die Veranstaltung musikalisch. In seinen Liedern erzählte er davon, wie es sich als Flüchtling in Deutschland lebt, und welchen Erschwernissen man dabei ausgesetzt ist. Es wurden zwei Redebeiträge gehalten: Marion Köllner, eine der Sprecherinnen des Bündnisses berichtete über die regionale Naziszene und warnte die Zuhörenden davor, Faschismus und Fremdenfeindlichkeit, die auch in Gifhorn bereits zwei Tote forderte, zu verharmlosen oder zu ignorieren. Im Anschluss sprach Martin Wrassmann und berichtete über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland , die nur eingeschränkte Rechte besitzen und oft wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Beide Redner machten deutlich, dass Rassismus nicht nur bei Neonazis existiert sondern Vorurteile und Ignoranz auch in der Mitte der Gesellschaft vorkommen. ie um die Wichtigkeit der Arbeit des Bündnisses zu unterstreichen, tauchten auch dieses Mal wieder knapp 30 Nazis auf, um den Ostermarsch zu stören und zu provozieren. Anders als in den Jahren davor, hielt die Polizei dieseaber von der Kundgebung fern und sicherte so einen ungestörten Ablauf. Als der Ostermarsch sich in Bewegung setzen wollte, war aus der Fußgängerzone kurz undeutliches Gegröhle der Nazis zu hören, woraufhin die Polizei uns bat, noch 5 Min zu warten um die Situation zu bereinigen. Gegen 12:30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug planmäßig in Bewegung. Anders als in den Vorjahren verlief die Route dieses mal entgegengesetzt, was im Vorfeld mit der Polizei so abgesprochen war, um den Verkehrsfluss nicht übermäßig zu behindern. Mit Transparenten und lauten Sprechchören wurde noch einmal das Thema des Ostermarsches deutlich gemacht. Zum Abschluss gab es noch einmal einen Musikbeitrag von Nuri. Marion und Martin dankten allen für ihr Erscheinen und der gelungenen Durchführung des Ostermarsches.

Die »Aktionsgruppe Gifhorn« dagegen phantasierte per Twitter, dass die “Antifa Demo kurz vor dem Abbruch” gewesen sei und wegen dem Auftauchen der Nazis die “Route geändert werden” musste. Die Partei »Die Rechte Braunschweiger Land« verstieg sich gleich in weitere Großmachtspanthasien und kommentierte den Tag mit “Alles in allem ein sehr gelungener Tag, die Straßen gehören uns! Heute Gifhorn – morgen Braunschweig und übermorgen Deutschland!“. Neben den bekannten Neonazis aus der Region waren extra auch Neonazis aus der Region Northeim und Hannover nach Gifhorn angereist, um den Ostermarsch zu stören.

Die Grünen  haben inzwischen eine kleine Anfrage im Landtag gestellt und wollen von der Landesregierung wissen, welche “Maßnahmen hat die Polizei gegen die Störer des Gifhorner Ostermarsches eingeleitet, aus welchen Orten kamen die Störer und von wie vielen Personen wurden Personalien aufgenommen?” Außerdem verlangen sie Auskunft darüber, welche Erkenntnisse der Landesregierung zur »Aktionsgruppe Gifhorn« vorliegen (“insbesondere zu Strukturen, Anzahl der zugerechneten Mitglieder, Aktionsformen, regionaler- landes- und bundesweiter Vernetzung, Verbindungen zu Parteistrukturen von NPD und Die Rechte, einschlägigen Vorstrafen von Gruppenmitgliedern“).

Medienberichte:

2 Kommentare

  1. Der Sommer Kommt die Nazis sind wieder in der Gifhorner Innenstadt unterwegs .
    Es wurden auch schon übergriffe und Pöbeleien am Schloßsee gemeldet.
    Augenauf-Wachsam bleiben.

    ORGANISIERT DEN ANTIFASCHISTISCHEN SELBSTSCHUTZ – XXXX XXXX!

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