Braunschweiger Neonazi spricht bei Aufmarsch in Merseburg

Felix Hauschild
in Merseburg

Am 22. Juni wollten rund 200 Neonazis unter dem Motto „Freiheit muß erkämpft werden!“ durch Merseburg marschieren. Darunter auch – nach eigenen Angaben 10 – Mitglieder des »Kreisverbandes Braunschweiger Land« der Partei »Die Rechte«. Der Aufmarsch stand im Zusammenhag mit dem Jahrestag des ArbeiterInnenaufstands vom 17. Juni 1953 an dem es zu Protesten, Demonstrationen und Streiks in der DDR kam und der schließlich von der Roten Armee beendet wurden. Auch dieser Jahrestag wird gerne von den Neonazis vereinnahmt, die sich selbst heute als „Freiheitskämpfer“ gegen ein System der „Unterdrückung, Entrechtung und Ausbeutung“ stilisieren und sich damit in einer Tradition mit den ArbeiterInnen des 17. Juni stellen sehen. Weit kamen die Neonazis in Merseburg allerdings nicht: „Mehrere hundert Demonstranten eines breiten demokratischen Bündnisses aus allen gesellschaftlichen Schichten haben am Sonnabend in Merseburg einen geplanten Aufmarsch von Neonazis verhindert. Mit kleinen Festen rund um den Bahnhof und spontan angemeldeten Demonstrationen gelang es ihnen, alle Wege in die Stadt zu blockieren. Rund 200 Rechtsextreme harrten stundenlang vor dem Bahnhof aus. Zwischenzeitlich war es ihnen nur möglich, wenige Meter bis zum benachbarten Busbahnhof zu kommen.“ (Mitteldeutsche Zeitung). Während des „Aufmarsches“ hielt der Braunschweiger Felix Hauschild, Mitglied der Partei »Die Rechte« eine Rede.

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