»Die Rechte«: Zwei Braunschweiger in den Bundesvorstand gewählt

Bad Nenndorf 2011
Das Ehepaar Berner beim Naziaufmarsch 2011 in Bad Nenndorf

Gleich zwei Braunschweiger wurden auf dem Bundesparteitag der Partei »Die Rechte« in Hamm in den neuen Vorstand gewählt: Tatjana und . wird künftig als Schatzmeisterin die finanziellen Belange der Neonazi-Partei verwalten. Der bisherige Bundesvorsitzende , über den zuvor noch Gerüchte über einen Rückzug aus der Führungsspitze der von ihm ins Leben gerufenen Partei kursierten, wurde erneut in seinem Amt bestätigt. Der neue Bundesvorstand ist nun noch deutlicher von Personen geprägt, die aus dem militanten Neonazispektrum kommen und in – teilweise inzwischen verbotenen – Kameradschaften oder Aktionsgruppen aktiv waren oder noch sind.

Aus Niedersachsen wurden neben dem Ehepaar Berner der Göttinger und aus dem Heidekreis in den Vorstand gewählt. Der niedersächsische Landesvoritzende wird künftig als einer der drei stellvertretenden Vorsitzenden tätig sein. Damit ist neben NRW, wo ein Großteil der Mitglieder beheimatet ist, auch Niedersachsen stark im Bundesvorstand vertreten. Im Vergleich zu NRW ist die Partei hier allerdings mit Ausnahme der Region Braunschweig bisher kaum in Erscheinung getreten. Neben dem Kreisverband „Braunschweiger Land“ existiert noch der Kreisverband “Heide”, der bisher allerdings kaum Aktivitäten entfaltet.

Ebenso wie die meisten anderen Bundesvorstandsmitglieder zählen auch die Mitlgieder aus Niedersachsen größtenteils zum militanten NS-Flügel der rechten Szene. Mario Messerschmidt beispielsweise wurde 2009 u.a. wegen Verstoß gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz verurteilt, weil er an einer Schießerei in der Tabledance-Bar “Moonlight in Göttingen beteiligt war. Im Zuge der darauffolgenden Ermittlungen fand die Polizei bei Razzien zahlreiche Waffen bei Neonazis in Niedersachsen. Noch aus dem Gefängnis heraus schrieb Messerschmidt Drohbriefe, u.a. auch an die linke Solidaritätsorganisation »Rote Hilfe«. Das Ehepaar Berner gehört seit vielen Jahren zur Neonazi-Szene der Stadt. Beide zählen zum Spektrum der »Aktionsgruppe 38«, die sich mit anderen Gruppierungen aus der Region zum »Aktionsbündnis 38« zusammengeschlossen haben. Beide verfügen außerdem über enge Kontakte zum Rechtsrocknetzwerk »Honour & Pride«.

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