Kita Morgenstern: „Multikulturelles Leben ist für uns eine Selbstverständlichkeit“

Logo der "Kita Morgernstern"Die hat anläßlich unseres Artikels „Kralenriede: Von Neonazis gesteuerte “Bürgerinitiative” besucht Kindertagestätte – Eltern sollen verunsichert und gegen Flüchtlinge instrumentalisiert werden“ in einer Mail deutlich gemacht, dass für die Kita und ihre MitarbeiterInnen ein „multikulturelles Leben“ eine „Selbstverständlichkeit“ ist. Im folgende Statement stellen sie klar, dass sie sich gegen eine Vereinahmung ihrer Einrichtung für „rechtsradikale Stimmungsmache“ verwehren, vielmehr setze man sie sich für eine Verbesserung der Situation der Menschen ein, die hierher geflohen sind:

„Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Eltern,

es entspricht den Tatsachen, dass die „ für in Braunschweig“ am Dienstag bei uns in der Kita Morgenstern war. Sie hatten sich als Verein angekündigt, der sich für eine ‚Verbesserung der Situation‘ bzgl. der Asylbewerber einsetzen will. Vom rechtsradikalen Hintergrund dieser Vereinigung hatten wir bedauerlicherweise keine Kenntnis.

Die Problematik der ‚Überbelegung des Asylbewerberheims‘ ist – allein durch die räumliche Nähe – auch in der Kita präsent. Allerdings nehmen wir klaren Abstand von den suggestiven Behauptungen dieser Initiative, wonach die Asylbewerber für uns eine Gefahr darstellen! Wo viele Menschen zusammenleben, gibt es häufiger Konflikte als anderswo. Diese sind aber keineswegs ausschließlich auf etwaiges Fehlverhalten unserer ausländischen Asylbewerber zurückzuführen. Wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen einander auf der Straße begegnen, dann führen Unsicherheit und Angst vor dem Fremden, manchmal auch Vorurteile schnell zu Missverständnissen und Intoleranz. Wir bedauern dies und wünschen uns ein friedliches und wertschätzendes Miteinander – auch mit unseren Gästen aus dem Ausland, die oft genug als politische schlimme Erfahrungen hinter sich haben.
Der Zaun, der die KiTa-Kinder schützt, ist zum Schutz der Kleinen vor jedweder Gefahr gedacht. Dazu gehört der Straßenverkehr genauso wie erwachsene Menschen – egal welcher Nation –, die wir nicht persönlich kennen. Wir distanzieren uns daher ausdrücklich von einer Vereinnahmung unserer Einrichtung für ‚rechtsradikale Stimmungsmache‘.

Wir nehmen allerdings wahr, dass die Situation für die Asylbewerber in der Boeselagerstraße nicht tragbar ist und erhoffen uns für diese Menschen eine gute, wertschätzende Lösung.

Die KiTa Morgenstern“

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