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Wenig Trauer in Bad Nenndorf

Gerade mal 200 Neonazis sind in diesem Jahr zum jährlichen „Gedenkmarsch“ nach Bad Nenndorf gekommen. Dabei ist der Aufmarsch, der in diesem Jahr zum 10. Mal stattfand, eigentlich von besonderer Bedeutung für die Neonaziszene in Norddeutschland. Über Jahre war der Aufmarsch Kristallisationspunkt für die Szene und eines ihrer wichtigsten „Großereignisse“ in Niedersachsen. Die geringe Teilnehmerzahl zeigt, dass es den Neonazis hier derzeit kaum gelingt, über ihren eher überschaubaren Kreis von Aktivisten hinaus, Anhänger auf die Straße zu bringen. Ein Großteil der TeilnehmerInnen war dann auch aus anderen Bundesländern, insbesondere aus NRW angereist.

Auch viele der Neonazis aus der Region, die in den letzten Jahren an den „Trauermärschen“ in Bad Nenndorf teilgenommen haben, blieben zuhause.

Lediglich ein Dutzend Neonazis um die »Rechte Hildesheim« waren anwesend. Die »JN Braunschweig« und die Reste der Neonaziszene aus Braunschweig, Gifhorn und Wolfsburg fehlten fast komplett. Nur ein paar bekannte Gesichter von den -Versammlungen, wie der ehemalige Braunschweiger (Foto), der nun die Facebook-Seite „ in Bewegung“ betreibt und der BRAGIDA-Ordner (Foto) waren zu sehen. Dazu kamen ein paar Anhänger von » e.V.«, wie das Ehepaar Jens und , die ebenfalls immer wieder an den BRAGIDA-Versammlungen teilgenommen haben (Foto).

Wie in den letzten Jahren auch gab es wieder zahlreiche Gegenproteste. Eine Blockade des Bahnhofes sorgte dafür, dass ein großer Teil der Neonazis mehrere Kilometer bis nach Bad Nenndorf laufen mußten. Die kurze Route der Neonazis durch den Ort war bunt geschmückt. Vor dem Winckler-Bad, dem Ziel des „Gedenkmarsches“, feierten AnwohnerInnen mit lauter Musik, warfen Konfetti und Luftschlangen auf die Neonazis und machten sich über sie lustig.

Die Internetseite recherche-nord hat eine Übersicht mit allen Teilnehmern des Aufmarsches veröffentlicht. Weitere Fotos gibt es hier:

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