Flyer für das Konzert am 12.09.2015

Südniedersachsen: „Liederabend“ mit dem „Reichstrunkenbold“ angekündigt

Die neonazistische Gruppierung »Angriff Niedersachsen« kündigt für den kommenden Samstag, den 12. September 2015, einen „Liederabend“ im Raum „Südniedersachsen“ an. Die Musikveranstaltung wird gemeinsam mit dem Hildesheimer Kreisverband von »Die Rechte« organisiert. Angekündigt sind Auftritte der rechten Liedermacher „Reichtstrunkenbold“, „Freilich Frei“, „Sören ()“, sowie „/Notensturm“. Hinter dem „“ verbirgt sich . Dieser geriet zuletzt in die Schlagzeilen, nachdem er im Sommer 2013 im Zusammenhang mit dem österreichischen Neonazi-Kulturverein „Objekt 21“ festgenommen und dort im Januar 2014 zu drei Jahren Haft verurteilt wurde: „Das ‚Objekt 21‘ ist Teil eines deutsch-österreichischen Netzwerkes, Tschentscher war in diesem Netzwerk ein nicht unwesentlicher Protagonist. Dem ‚fliegenden Händler‘, Liedermacher und ‚Reichstrunkenbold‘ wurden NS-Wiederbetätigung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Aufgeflogen war er, als er eine Pistole über die deutsch-österreichische Grenze schmuggeln wollte„, schreibt das antifaschistische Magazin Lotta über ihn.

Cover der CD „Der Untergrund lebt“ des Liedermachers „Reichstrunkenbold“

Hinter „Sören“ von „Gassenraudi verbirgt sich der Braunschweiger , ehemaliger Kopf der aufgelösten Nazi-Kameradschaft »Burschenschaft Thormania«. Högel tritt inzwischen als Mitglied der »Arischen Bruderschaft« um in Erscheinung, die im Dreiländereck zwischen Niedersachsen, Hessen und Thüringen aktiv ist. Symbol der Gruppierung sind bezeichnenderweise zwei gekreuzte Handgranaten. Hinter dem Duo „Wut aus Liebe / Notensturm“ verbergen sich aus Berlin/Brandenburg und , Sänger und Gitarrist der Band „“ und Kopf der »Nationalen Kameradschaft Harz« (NKH), die im Landkreis Goslar beheimatet ist.

Am 6. Juni 2015 führte der »Angriff Niedersachsen« bereits ein konspiratives Konzert durch, bei der die Liedermacher „Odur“ und „Wecki“, sowie die Bands „“ und „Noten Sturm“ auftraten. Das Konzert diente der finanziellen Unterstützung des erkrankten Neonazimusiker alias „Liedermacher Raunijar“ aus Schleswig-Holstein.

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