Osterfeuer (Symbolfoto)

Neonazis in Söhlde: Schlägerei beim Osterfeuer

In (Landkreis Hildesheim) soll es nach Angaben von Augenzeugen beim Osterfeuer der »Junggesellschaft e.V.« zu einer „Massenschlägerei“ gekommen sein: Neben der »Junggesellschaft Söhlde e.V.« und anderen BewohnerInnen aus Söhlde und Umgebung hätten demnach am Osterfeuer auch Aktivisten der extrem rechten »Identitären Bewegung« (IB) aus der Region Hannover und Braunschweig und Neonazis aus dem Spektrum der Partei »Die Rechte Hildesheim« und der »JN Braunschweig« teilgenommen. Im Laufe des Abend sei es dann zu Auseinandersetzungen zwischen den Neonazis und anderen TeilnehmerInnen des Osterfeuer gekommen, die in einer „Massenschlägerei“ endeten. Die Polizei sei erst eingetroffen, als sich die Lage wieder beruhigt und ein großer Teil der Neonazis bereits das Weite gesucht hatten.

Söhlde: Aktionschwerpunkt von Neonazis

Die Anwesenheit der Neonazis beim Osterfeur war sicher kein Zufall: und Söhlde sind auch nach Angaben des Innenministeriums einer der „Aktionsschwerpunkte rechtsextremistischer Agitation in Niedersachsen“. Unter anderem auch weil der – derzeit noch in Haft sitzende – bundesweit bekannte Neonazis in Söhlde wohnt. Zwischen einzelnen Mitgliedern der «Junggesellschaft Söhlde e.V.« und deren Umfeld gibt es zudem freundschaftliche Kontakte in und Überschneidungen mit der extrem rechten Szene der Region. Ein Beispiel dafür ist z.B. aus Söhlde, der immer wieder an Naziaufmärschen teilnimmt und sich im Spektrum der Partei »Die Rechte« sowie dem Eintracht-Fanclub »Exzess Boys« bewegt. Im benachbarten Hoheneggelsen wohnt außerdem der Neonazi , der zu den Aktivisten der Partei »Die Rechte Hildesheim» gehört. Erst kürzlich infomierten AntifaschistInnen die Bewohner des Ortes mit einem Flugblatt über dessen Aktivitäten in der rechten Szene.

»Identitäre« verteilen Flyer

In der Wochen vor Ostern hatten „Braunschweiger Aktivisten“ der »Identitären Bewegung« in Söhlde flüchtlingsfeindliche Flyer verteilt und ein Transparent mit der Aufschrift „Remigration – Ab nach Hause“ am Ortseingang aufgehangen. Zu den Mitgliedern der »Identitären Bewegung Braunschweig« gehören vor allem Personen, die zuvor bereits neonazistischen Gruppierungen aktiv waren. So bewegte sich der Mitbegründer der Braunschweiger Gruppe, Lars B., im Umfeld der Nazikameradschaft »Burschenschaft Thormania« und der Braunschweiger IB-Aktivist war bei der »Aktionsgruppe 38« mit dabei.

ERGÄNZUNG:

  • Nach eigenen Angaben ist Lars B. seit einem Jahr nicht mehr bei der „Identitären Bewegung“ dabei.
  • Auslöser der Auseinandersetzungen sollen Beleidigungen und eine Attacke der Neonazis auf aus dem Ort gewesen sein, die ebenfalls am Osterfeuer teilgenommen haben.

Medienberichte zu Söhlde und Hohenegelsen:

9 Kommentare

  1. Moin,

    also nur damit ihr es mal gehört habt, ich bin schon seit über einem Jahr nicht mehr bei der IB.
    Dementsprechend war ich auch bei keinen Auseinandersetzungen in Söhlde (Wo zur Hölle ist das überhaupt) dabei.
    Also falls ihr bei der Wahrheit bleiben wollt, dann fügt dies doch noch bitte hinzu.

    Ich erwarte ein bisschen bessere Recherche. 😉

    • Hinweis zum obigen Kommentar: Im Artikel wird weder behauptet, dass Lars B. alisas „Buche“ bei der Auseinandesetzung anwesend war, noch das er noch Mitglied der IB ist. Ob seine Aussage stimmt, dass er bereits seit über einem Jahr nicht mehr bei der IB ist, können wir derzeit (noch) nicht verifizieren.

  2. Der Artikel ist schlecht bis gar nicht recherchiert.
    Ich selbst war auf besagtem Osterfeuer.
    Von einer „Massenschlägerei“ kann keine Rede sein. Ein paar Störenfriede (ob das Nazis waren kann ich nicht sagen) wollten Ärger machen und bepöbelten andere Gäste (Flüchtlinge oder andere Ausländer waren gar nicht vor Ort). Als die mir Unbekannten handgreiflich wurden, griffen die Junggesellen ein und es gab abseits des Platzes eine Jagdreise für die Störer. Damit war der Fall erledigt.
    Die Junggesellschaft Söhlde mit Nazis gleichzusetzen ist absurd. Die Jungs haben nur ihre eigene Veranstaltung vor Störern geschützt.

    • Was die Schlägerei betrifft haben wir durch die Benutzung des Konjuktivs deutlich gemacht, dass uns dies so mitgeteilt wurde. Da es auch von unserer Seite Zweifel gab, dass es eine „Massenschlägerei“ war, haben wir in der Überschrift von einer Schlägerei gesprochen und den Begriff „Massenschlägerei“ in Anführungszeichen gesetzt. Was die Beteiligung von Neonazis daran angeht liegen inzwischen mehrere Aussagen von Besucher/innen des Festes vor, die das bestätigen. Die „Junggesellschaft Söhlde“ wurde von uns auch nicht mit Nazis gleichgesetzt. Allerdings sind, wie wir geschrieben haben, einzelne Mitglieder durchaus in die rechte Szene verstrickt.

  3. Ich erwarte ein bisschen bessere Recherche.“

    Der rechte Arsch hat hier mal gar nichts zu erwarten.

  4. Die Schlägerei hatte nichts mit Flüchtlingen zu tun. Auch wenn ihr das eventuell gerne so hättet, aber es war nur eine Auseinandersetzung zweier Gruppen durch hervorgerufen durch Missverständnisse und Alkohol!

  5. Der heißt Dominik Weidner mit K nicht C. Siehe zum Beispiel hier :

    http://www.fussball-im-verein.de/dominik-weidner-spieler-59589-1.html

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