Andreas Tute (links am Transparent) zusammen mit der ehemaligen NPD-Funktionärin Sigrid Schüßler bei einer Versammlung von BRAGIDA am 26.04.2016 in Braunschweig. Auch der Ordner links im Bild ist Mitglied der NPD.

Jusos kritisieren „rechtsextremes Gedankengut“ des Peiner AfD-Kandidaten Andreas Tute

Die Jusos Niedersachsen zeigen sich entsetzt über die „offen zur Schau gestellte Sympathie für rechtsextremes Gedankengut“ des -Kandidaten , der als Spitzenkandidat für die Gifhorn-Peine bei der kommenden Kommunalwahl antritt. Tute, der u.a. für die bei der Kreistagswahl 2016 in Peine im Wahlbereich Edemissen/ auf Platz 1 kandidiert, hat demnach auf seinen beiden Facebookseiten „mehrfach Inhalte weiterverbreitet, die von rechtsextremen Gruppen stammen oder den Nationalsozialismus verherrlichen.Arne Zillmer, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender, erklärt dazu: „Herr Tute verbreitet eindeutig rechtsextremes Gedankengut, indem er beispielsweise einen Beitrag der Nazi-Gruppe ‚Freies Netz Saalfeld‘ zum 8. Mai teilt, wonach dieser kein Tag der Befreiung sei. Das ist lupenreine neofaschistische und geschichtsrevisionistische Propaganda. Weiterhin teilte Tute einen Kondolenzbeitrag für den damals verstorbenen Oberscharführer der Waffen-SS, Harald Nugisek. Derartige braune Trauerbekundungen haben in unserer Demokratie nichts verloren, schließlich wurde die SS von dem internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg als verbrecherische Organisation eingestuft und war für Ermordung unzähliger Menschen verantwortlich. Erschreckend ist außerdem, mit welcher Verachtung Tute homosexuellen Menschen begegnet, so äußert er sich positiv über das lebenslange Wegsperren von Homosexuellen in Uganda und nannte die österreichische Travestiekünstlerin Conchita Wurst eine ‚Abnormalität‘.
Dazu die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Johanna Schmidt: „Wir fordern einen sofortigen Rücktritt Andreas Tutes von allen seinen Ämtern sowie die Rückziehung seiner Kandidaturen. Erst im vergangenen November wurde ein sofortiges Ausschlussverfahren gegen Susanne Ulbers vom niedersächsischen Landesverband der AfD eingeleitet, nachdem diese den Holocaust geleugnet hatte. Da sich die AfD angeblich vom rechten Rand distanziert, sollte es kein Problem sein, Andreas Tute somit ebenfalls der Partei zu verweisen – alles andere wäre unglaubwürdig!“ Der Landesvorsitzende der AfD Niedersachsen Armin hatte damals gesagt, dass „solche Personen und Vorstellungen in unserer Partei keinen Platz“ hätten. Tute ist Schatzmeister bei der AfD Gifhorn-Peine und „Ansprechpartner“ für den Bezirksverband Braunschweig der »Jungen Alternative«. Tute war zuvor bereits bei »PRO Deutschland« und nahm mehrmals an Versammlungen des Braunschweiger PEGIDA-Ablegers teil.

 

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