“Heldengedenken”: Neonazis versammelten sich auf dem Friedhof in Wendhausen

Grab von Karl Decker
Das Grab des Panzergenerals Karl Decker mit Blumengebinde der auf dem Friedhof in Wendhausen

Auf dem Friedhof in Wendhausen (Gemeinde Lehre) versammelten sich am Abend des “Volkstrauertags” aus Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg und den Landkreisen und Wolfenbüttel zu ihrem alljährlichen “Heldengedenken”. Die stellten sich dort im Kreis um das Grab des Panzergenerals Karl Decker auf, entzündeten und entrollten ein Transparent des “Aktionsbündnis 38”. Nach eigenen Angaben sollen rund 45 an der Aktion beteiligt gewesen sein.Ursprünglich wollten die auf einem Friedhof in einen Fackelmarsch mit anschließender Kranzniederlegung durchführen. Dies wurde allerdings von der verhindert, die die kontrollierte und ihnen Platzverweise für das Stadtgebiet erteilte. Daraufhin wichen die Neonazis nach Wendhausen im Landkreis Helmstedt aus.

“Im Gedenken an unsere gefallenen Helden”, stand auf dem Blumengebinde, das die Neonazis am Grab von Karl Decker niedergelegt hatten. Dabei war der Panzergeneral gar nicht im Kampf gefallen, sondern hatten sich am 21. April 1945 im Wald bei Wendhausen aus Verzweiflung über die totale Auflösung seiner Truppe und um der Gefangenschaft zu entgehen selbst erschossen.

Der abendliche Auftritt der Neonazis war in der Gemeinde offensichtlich unbemerkt geblieben. Noch am nächsten Morgen lag das Blumengebinde der Neonazis unbemerkt auf dem Grab des faschistischen Wehrmachtsgenerals.

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