Urteil wegen „Sieg Heil“-Rufen: Angeklagter Neonazi vorbestraft als Drogendealer

Wie die Hannoversche Zeitung am 9. Dezember 2016 berichtet, hat das Amtsgericht einen 36-jährigen Neonazi aus zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hat im Restaurant „Excalibur“ in -Bremerode „Sieg Heil“ gerufen und Gäste mit Sätzen wie „Hier trinken nur Deutsche“ oder „Alles Arier“ angepöpelt. „Das Ganze mündete in eine kleine Prügelei“, so die HAZ. Verurteilt wurde der Gifhorner Sascha D. zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro.

Verurteilter Drogendealer

Laut HAZ finden sich in Vorstrafenregister des Neonazi zwar keine Verurteilungen wegen „rechtsextremistischer Delikte“ dafür aber „Delikte wie Körperverletzung, Handel mit Betäubungsmitteln, Fahren ohne Führerschein oder Schwarzfahren.“ Der Richter ermahnte Sascha D., er solle seinen Alkoholkonsum einschränken, um das Risiko von Ausfällen aller Art zu minimieren, eine Haftstrafe zu vermeiden und seinen Job nicht zu gefährden.

Teilnahme an Aktivitäten der und des „III. Weg“

Sascha D. bewegt sich im Umfeld der » Braunschweig«. Am 26.3.2016 taucht z.B. zusammen mit JN-Aktivisten am Rande des Gifhorner Ostermarsches auf und versuchte zu stören. Am 1. Mai 2016 nahm er an einem des »III. Weg« in Plauen teil.

Doppelmoral

Am Beispiel von Sascha D. zeigt sich wieder einmal die Doppelmoral, die die rechte Szene prägt. Während die mit Sprüche wie „ sind nur für Versager“ oder Aufforderungen, wie „Überdenke dein Trinkverhalten!“ um sich wirft, sieht die Realität ganz anders aus. Alkohol- und Drogenmissbrauch sind auch in der Naziszene keine Seltenheit. Und manch einer der NPD/-Anhänger, der gern gegen „fremdländische Drogendealer“ hetzt, entpuppt sich da plötzlich selbst als kleinkrimineller Drogendealer …

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